Bewusst essen, sich auf die Mahlzeit konzentrieren und gut kauen – so können wir spüren, wann wir satt sind. Nur Langsam-Esser hören rechtzeitig die Sättigungssignale: Denn die brauchen 15 bis 20 Minuten vom ersten Bissen bis ins Bewusstsein. Damit die Kinder gleichmäßig mit Energie versorgt sind und der Hunger nicht zu groß wird, sollten sie im Tagesverlauf drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten einnehmen.
Tipp des Tages
Langsam und regelmäßig essen
Bewusst essen, sich auf die Mahlzeit konzentrieren und gut kauen – so können wir spüren, wann wir satt sind
Langsam und regelmäßig essen
Pferderennen
Viel Tempo bringt ein „Pferderennen“ im Kinderzimmer oder im Kindergarten. Jede Phase des Rennens hat ihre Bewegung: das unruhige Hufscharren vor dem Start, das Galoppieren durch Klopfen auf die Oberschenkel, der Sprung über Hindernis und Wassergraben durch Aufspringen und Hinsetzen, Rechts- und Linkskurven, in denen man sich entsprechend zur Seite lehnt und schließlich der große Applaus beim Zieleinlauf.
Erfahrungen sammeln
Auch wenn Lebensmittel im Supermarkt in beliebigen Mengen vorhanden
sind, sollten Kinder Nahrungsmitteln eine gewisse Wertschätzung entgegen
bringen. Lassen Sie Ihr Kind so oft wie möglich beim Kochen, Anrichten
und Tischdecken mithelfen. So erlebt und lernt es, dass bei der Zubereitung
und dem Verzehr von Lebensmitteln Sorgfalt nötig ist. Je mehr Zeit und
Liebe Sie gemeinsam in eine Mahlzeit investieren, umso größer wird auch
die Wertschätzung dieser.
Machen Sie Bewegung zur Familiensache
Es gibt kaum ein besseres Vorbild für Ihr Kind, als wenn Sie selbst in Bewegung sind. Lassen Sie beim Einkaufen öfter mal das Auto stehen und gehen gemeinsam zu Fuß zum Laden, nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs. Wenn sich das Autofahren nicht vermeiden lässt, veranstalten Sie einfach ein Wettrennen zum Parkplatz. Und toben Sie doch einfach mit, wenn Ihr Kind seinen Bewegungsdrang auslebt – für eine Runde Fangen in der Wohnung, eine Partie Fußball oder ein Federballmatch sind Sie die perfekte Besetzung in der Familienmannschaft.
Begrenzung von Fernsehzeit
Beim Fernsehen ist das richtige Maß entscheidend. Es sollte nicht die bevorzugte Beschäftigung Ihres Kindes sein, sondern eine von vielen. Vorschulkinder sollten nicht mehr als 30 Minuten und Kinder bis zwölf Jahre nicht mehr als 60 Minuten pro Tag fernsehen. Andere Beschäftigungen, wie basteln, Freunde treffen, lesen bzw. vorgelesen bekommen, gemeinsam kochen oder einfach mal gar nichts tun, dürfen nicht zu kurz kommen.
Kleiner Tipp für den Alltag
Große Sandkästen auf Spielplätzen sind ideale Sprunggruben. Im Sand einen Strich als Startlinie ziehen, die Fußspitzen berühren die Linie. Nun mit beiden Beinen abspringen und einen möglichst weiten und hohen Satz nach vorn machen. Mit beiden Beinen wieder im Sand landen. Im Urlaub am Strand funktioniert das besonders gut.
So werden aus Gemüsemuffeln Obst- und Gemüsefans
Mundgerechte Appetithäppchen verführen zum Zugreifen. Bieten Sie Ihrem Kind gut gewaschenes (Schale dranlassen!) und entkerntes, in handliche Stückchen geschnittenes Obst an, z.B. Äpfel oder Birnen. Kaufen Sie bei Mandarinen und Trauben kernlose Sorten, denn vielen Kindern vergeht bei Kernen im Mund die Lust auf Obst. Sollten die Essprobleme bei Kindern dennoch nicht abnehmen, können Sie absoluten Obstmuffeln auch ein Glas reinen Fruchtsaft ohne Zuckerzusatz (am besten frisch gepresst) geben.
Roh ist Gemüse der Hit, auch wenn es gekocht bei vielen Kindern nur ein „iihh“ erntet. Ebenfalls in mundgerechten Stücken oder Stiften appetitlich bunt auf einem Teller angerichtet, werden Möhren, Tomaten, Paprika, Gurken, Kohlrabi, Blumenkohlröschen oder Rotkohlstreifen gerne verspeist und sorgen für eine gesunde Kinderernährung. Dazu ist ein Jogurtdipp aus Naturjogurt mit Kräutern, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer sehr beliebt.
Ochs am Berg
Ein Kind steht vor einer Mauer oder Wand und richtet die Augen nach vorne. Etwa zehn Meter hinter ihm stehen die anderen Mitspieler. Die anderen Kinder bewegen sich nun auf die Mauer bzw. Wand zu. Das vorne stehende Kind ruft nun laut Abzählreime wie: „Eins, zwei, drei, vier…Ochs am Berg“. Bei dem Wort „Berg“ dreht sich das Kind an der Wand ganz schnell um. Die anderen Kinder müssen nun stillstehen. Stehen Kinder hierbei nicht schnell genug unbeweglich an ihren Plätzen, müssen sie wieder an die Startlinie zurück. Das Kind, das die Mauer als erstes erreicht, wird der neue „Ochs“.
Rezept: Gurkenmobil
Eine Gurke waschen und in der Mitte aushöhlen. Für die Füllung Buchstabennudeln kochen und mit Rapsöl, Essig und frischen Kräutern (Schnittlauch, Petersilie) mischen. Das Ganze in die ausgehöhlte Gurke füllen. Als Räder dienen Champignonköpfe. Damit diese wie Felgen aussehen, kreuzförmig einritzen, dann salzen, pfeffern und kurz anbraten. Zwei Schaschlikspieße als Achsen vorne und hinten durch die Gurke stecken und die Champignonköpfe als Räder darauf stecken. Nun zum Rennfahrer: Dafür einen Lauchzwiebelkopf, dem ein Gesicht eingeschnitzt wurde, in die Füllung setzen. Dann noch aus einer Zucchinischeibe und einem Zahnstocher ein Lenkrad basteln, dieses am Gurkenmobil befestigen und die Fahrt kann losgehen.
Kinder lernen durch Bewegung
Beim Bewegen erobern Kinder ihren Körper und ihre Umgebung. Was beim Neugeborenen mit ersten, vorsichtigen Tastbewegungen beginnt, wird wenige Jahre später zum mutigen Herumtoben, mit dem die eigenen Grenzen ausgelotet werden. Bei der Auseinandersetzung mit der Umwelt machen Kinder vielfältige Sinneserfahrungen. Sie lernen ihren eigenen Körper mit seinen Möglichkeiten und Grenzen kennen, sie erproben ihre wachsende Kraft und alles, was sie gelernt haben. Es geht also nicht nur um Fitness, sondern auch um den Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens.

